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Drei Frauen erforschen wie wir gesund alt werden, was Nervenzellen lieben und ob unsere Methusalem-Gene funktionieren

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Frauen fragt man nicht nach ihrem Alter, nein, auch nicht als Frau. Ich wette aber, dass diese drei freundlichen Forscherinnen aus Baden-Württemberg älter sind, als sie aussehen.  Sie erforschen, wie Menschen gesund altern können und ich bin mir sicher, sie wenden direkt an, was sie herausfinden. Welch ein Glück, dass ich alle drei zufällig auf der Nobelpreisträger-Fahrt 2015 treffe. Ich hoffe, ich gehe mit dem Geheimnis der ewigen Jugend nach Hause 😉

Dr. Ute Mons (links) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg. Olivia Küster (Mitte) promoviert seit Juni 2011 im Bereich Altern und Demenz am Lehrstuhl für Klinische und Biologische Psychologie der Universität Ulm. Seit Oktober 2012 ist sie Mitarbeiterin in der Neuropsychologie an den Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm (RKU). Die jugendliche blonde Frau ganz rechts im Bild ist die Oberärztin Prof. Dr. Christine von Arnim von der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Ulm. Sie ist die Leiterin der Gedächtnisambulanz.

Prof. Dr. Christine von Arnim forscht seit Jahren rund um das Thema Neurodegeneration: Das sind Krankheiten, die zwar langsam fortschreiten und teils sogar nur sporadisch auftreten. Das ändert aber nichts an den massiven Beeinträchtigungen der Erkrankten und den schwerwiegenden Folgen für sie und ihre Angehörigen. Zu den neurodegenerativen Krankheiten gehören beispielsweise Demenz, Parkinson, die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS).

Natürlich möchte ich von der Professorin wissen: „Wie schaffe ich es, gesund alt zu werden?“ In meinem Fall heißt das: Gesund alt werden, ja. Aber bitte nicht zum Preis von fünf Mal Fitness-Studio pro Woche, Dauer-Diät, strengen Vorschriften und Verzicht auf alles, was ich genieße.

Ich halte es wie Cicely Saunders: „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Lebensqualität kommt bei mir vor Selbstkasteiung. Ja, ich gebe es zu. Jetzt ist es raus 😉

Zum Glück ist die Professorin ganz und gar nicht streng mit mir. Ja, sie macht mir sogar Hoffnung, dass ich eine reelle Chance habe und im allerbesten Alter bin, um die Weichen richtig zu stellen: „In der Mitte des Lebens kann man am allermeisten dafür tun, gesund alt zu werden“, sagt sie und lächelt charmant. Also los:

IMG_13811. Geistig aktiv bleiben - egal, womit. „Es muss Spaß machen, damit das Gehirn einen Anreiz hat, sich mit Neuem zu beschäftigen. Das Gehirn merkt es sofort, wenn Sie sich quälen. Dann bleibt der positive Effekt aus“, sagt Prof. Dr. Christine von Arnim. Es bringt übrigens nicht mehr viel, erst im Alter von 70 oder 80 Jahren Neues anzufangen, um eine bereits diagnostizierte Krankheit in ihrem Lauf aufzuhalten. Geistige Aktivität muss schon viel früher zur Gewohnheit werden.

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