Schlagwort-Archive: Blog-Kritik

Blog-Kritik 03: Umsteuern, wenn der Lebenslauf als “biographischer Unfall” empfunden wird

Bild

Ute Schulze aus Bonn hat die Blog-Kritik für den März übernommen. Als wir uns kennenlernten sagte sie: „Mein Lebenslauf ist ein einziger biografischer Unfall!“ Empfinden Sie das wirklich so, Ute?

Ja. Ich war tatsächlich von meinen 30 Berufsjahren ganze 27 Jahre der Meinung ich sei eine Vertrieblerin mit dem Ziel Produkte und/ oder Dienstleistungen zu verkaufen. Vor ca. 3 Jahren habe ich das alles einmal in Frage gestellt und gemerkt, dass dies weder mein persönliches Ziel noch meine Motivation und schon gar nicht mein Potenzial ist. Ich habe mir sehr lange Zeit gelassen mich zurückzunehmen, mich auszuprobieren und mir vor allem Zeit dafür gelassen, meinen eigenen Weg zu finden. Das besondere daran ist die Art und Weise: Ich suche nicht nach meinem Weg, sondern bin bereit, Ihn zu finden. Das macht einen großen Unterschied: es nimmt den Druck raus und lässt das Ergebnis völlig offen!

Und wie finden Sie diesen eigenen Weg konkret? Blog-Kritik 03: Umsteuern, wenn der Lebenslauf als “biographischer Unfall” empfunden wird weiterlesen

Blog-Kritik 02: Thomas Michl sieht Agilität und Resilienz als Schlüssel-Kompetenzen für die Zukunft

Bild

Thomas Michl ist ein echter „Lerner“: Wenn er ein Lied im Radio hört, kann es vorkommen, dass er ausgehend von ein paar Takten Musik zunächst in der irischen Geschichte landet und von dort eine ausgedehnte Schleife durch den amerikanischen Bürgerkrieg zieht, um sich schließlich bei Karl Popper festzulesen und über Erinnerungskulturen zu reflektieren. „Ich bin immer neugierig gewesen und war schon in der Schule ein wandelndes Geschichts-Lexikon“, sagt er und lacht. Irgendeine Information ist der Auslöser. Von dort geht es in konzentrischen Kreisen weiter von Thema zu Thema. So „ticken“ Wissensarbeiter.

Für Menschen wie Thomas Michl ist das Internet wie eine Offenbarung: Überall kann er seinem Wissensdurst sofort nachgeben und recherchieren, was ihn interessiert. Das ist viel: Im Moment sind es vor allem die Themen Irland und Whiskey, Agilität und Produktivität, Kultur und Verwaltung, Geschichte und Soziologie - und Alles, was sonst noch so im normalen Leben gerade „anfällt“. Thomas Michl arbeitet im Großraum Stuttgart in der öffentlichen Verwaltung und befasst sich hauptsächlich mit kommunaler Kultur und bürgerschaftlichem Engagement.

Thomas, was ist für Dich ein gelingendes Leben? Blog-Kritik 02: Thomas Michl sieht Agilität und Resilienz als Schlüssel-Kompetenzen für die Zukunft weiterlesen

Blog-Kritik: Daniela Röcker von den Kulturkomplizen mag Mehrwert, Praxis-Beispiele und lockere Sprache

Bild

2016 gibt es jeden Monat eine Blog-Kritik auf meinem Blog. Was das ist? Ich habe viele Jahre als Journalistin für Tageszeitungen gearbeitet. Dort gibt es jeden Mittag eine Blatt-Kritik, in der die aktuelle Ausgabe besprochen wird. Dasselbe stelle ich mir für mein Blog vor: Für jeden Monat des Jahres habe ich mir eine interessante Person für die Blog-Kritik ausgesucht. Am Ende des Monats machen wir ein Interview. Zum einen stelle ich die Person und ihre Arbeit vor, zum anderen werten wir mein Blog aus. 

Den Anfang macht Daniela Röcker von den Kultur-Komplizen aus Stuttgart. Sie beschäftigt sich mit Unternehmenskultur, Corporate Social Responsibility und Nachhaltigkeit. Daneben macht sie PR und Nachhaltigkeits-Kommunikation, schreibt und illustriert Kinderbücher. Ich habe Daniela im November 2015 beim EnjoyWorkCamp in Stuttgart kennengelernt.

Daniela, Du hast zwei verschiedene Jobs. Wie kann ich mir Deinen Arbeitsalltag vorstellen?

Ja, ich habe zwei Standbeine, u.a. weil ich mich ungern auf Kategorien festlegen will. So sind zwei Bereiche entstanden, in denen ich kreativ tätig sein kann. Der eine sind die Kultur-Komplizen: Wir arbeiten mit unseren Kunden an ihrer Unternehmenskultur im Sinne von Corporate Social Responsibility (CSR) und nachhaltigem, ethischen Wirtschaften. In Seminaren und Workshops ermöglichen wir, Denk- und Verhaltensmuster aufzubrechen, um neue, bessere Ansätze zur Zusammenarbeit zu schaffen und Innovationen voranzutreiben. Mein zweiter Bereich ist das textbauwerk mit PR und Nachhaltigkeitskommunikation, in dem zusätzlich auch Kinderbücher entstehen, die ich selbst illustriere. Nur einer der beiden Bereiche wäre mir zu wenig, ich arbeite gerne interdisziplinär.

Was ist für Dich ein gelingendes Leben?

Das ist für mich ein Leben, in dem ich mich selbst gefunden habe, arbeiten kann, was ich möchte und mich wohl fühle. Das bedeutet auch, Wirkung zu erzielen und andere mit meiner Arbeit, meinen Ideen und Vorstellungen anzustoßen. Wenn sich daraus gemeinsame Projekte entwickeln und wir eine Idee verwirklichen können - umso besser. Zu einem gelingenden Leben gehört für mich aber auch, im Einklang mit der Erde zu leben. Das klingt etwas esoterisch, ist es aber nicht. Ich verstehe darunter, sich der jeweiligen Situation anzupassen und genau wahrzunehmen, was gerade passiert. Ich habe eine riesengroße Neugier auf alles, was nicht ich bin und ziehe eine große Befriedigung daraus, mich damit zu beschäftigen.

Würdest Du Dich als resilient bezeichnen?

Ich glaube ja. Ich bin nicht ganz sicher, weil ich mich in der Tiefe nicht mit dem Begriff Resilienz beschäftigt habe, jedenfalls nicht wissenschaftlich. Aber ich kann sehr gut mit Veränderungen umgehen, mit langfristigen, aber auch mit überraschenden.

Bild 1

Wie zeigt sich das konkret oder woran merkst Du das? Blog-Kritik: Daniela Röcker von den Kulturkomplizen mag Mehrwert, Praxis-Beispiele und lockere Sprache weiterlesen